Lautsprecher Teufel

Herstellerübersicht und Leistungsspektren

Die Auswahl an Standboxen ist geradezu riesig auf dem Markt. Die Preisspanne beginnt bereits bei Preisen von knapp unter fünfzig Euro für ein paar und endet im sechsstelligen Euro Bereich. So gesehen ist wirklich für jedes Budget etwas dabei. Eines haben jedoch alle Standboxen gemein, durch ihre Größe nehmen sie eine zentrale Stellung im Raum bzw. im Wohnzimmer ein. Dass diese nicht unpassend ist, beweisen nahezu alle Hersteller durch unauffällige Designs und zahlreiche Farbkombination. Die besonders hochwertigen und damit teuren Standboxen gehen einen anderen Weg und zeigen ihre Größe ganz bewusst, diese Standboxen lassen sich nämlich als eigens Designerstück bezeichnen.

Eine Übersicht über alle Standboxen aufzustellen ist sicherlich unmöglich, denn bereits Hersteller der typischen Konsumelektronik wie Pioneer oder Hyundai haben günstige Standlautsprecher im Angebot. Nobelhersteller wie Focal werden aber einen Vergleich mit den günstigen Derivaten niemals anstellen wollen.

Zu beachten bei der Wahl von Standlautsprechern ist erstmal folgendes: Standlautsprecher treten generell als paar auf, auch wenn sie bei einigen Herstellern als eine Einheit wirken sind es bei genauerer Betrachtung zwei zusammen gesetzte Boxen. Ein zusätzlicher Subwoofer ist nicht erforderlich, denn die Lautsprecher verfügen über Tief-, Mittel- und Hochtöner. Die Gehäusegröße entscheidet maßgeblich über das Klangverhalten der Standlautsprecher, denn nur über das Volumen der Box können kräftige Sounds wiedergegeben werden.

Im unteren Preisbereich siedeln sich Hersteller wie Pioneer an, die mit ihren Lautsprechern ein Leistungsspektrum von 100 – 150 Watt abdecken. Im Preisbereich von ca. hundert Euro erhält man zwei massive Standlautsprecherboxen die durch ihr geringes Leistungsspektrum beinahe mit jedem Receiver betrieben werden können. Klanglich besitzen diese Lautsprecher besonders bei Höhen und großer Lautstärke Probleme. Hier erfolgt die Klangwiedergabe unsauber und mit einem großem Rauschen. Auch beim relativ leisen Musikgenuss, verliert sich jegliche Dynamik und basslastiger Druck. Die Kunst eines guten Lautsprechers fängt nämlich da an, wo eine gute Musikwiedergabe besonders leise ist. Ein guter Klang muss also nicht laut sein. In dieses Umfeld passen Standlautsprecher von Herstellern wie Magnat, Canton, Denon oder auch Teufel. Diese Lautsprecher sind ab rund zweihundert Euro (Teufel) bis zu rund tausend Euro (Denon) erhältlich. Die Leistungsfähigkeit ist mit der unteren Gerätestufe nicht mehr zu vergleichen. Hier gibt es dann je Box mal eben locker 300 Watt auf die Ohren. Zusätzlich arbeiten mindestens zwei Tieftöner, drei Mitteltöner und zwei Hochtöner perfekt zusammen. Alle decken einen unterschiedlichen Klangbereich ab und sorgen so für einen herausragenden Klang – sowohl leise als auch laut. Einzig der Receiver muss da mithalten können.

Wer noch mehr möchte kann sich beispielsweise bei Consensus umschauen und eine 120 Kilo Box mit Keramikmembranen zulegen. Diese leistet einen Schalldruck von bis zu 93 Dezibel. Zum Vergleich ein Airbus A320 besitzt beim Start einen Schalldruck von nur 85 Dezibel. Gegenwert dieser Anlage: gute 75000 Euro. Nicht ganz so teuer, aber ähnlich stark sind Produkte von Focal. Diese halten sich je nach gewünschter Produktgruppe im Bereich von 3000 – 120000 Euro auf.